Spione wie wir - der Staatstrojaner kommt! So schützen Sie sich.

 

Nein, wir befinden uns nicht in einem James-Bond-Film und Wodka-Martini trinken Agenten vermutlich auch nur sporadisch. Die eigentlichen Spione sitzen heutzutage vermehrt hinter Computerbildschirmen und überwachen die Kommunikation. Früher war das noch ziemlich einfach: Eine große Antenne, die richtige Frequenz und das Wissen über die geheimen Kommandos. „Der Adler ist gelandet“ heißt heute 010111010011… und ist Binärcode, der ohne den nötigen Schlüssel nicht mehr rückzuübersetzen ist. 

In der Ausgabe Nummer 17 des VIT-Journal, nachzulesen im Archiv unter http://www.vit-journal.de/das-magazin/archiv, hatten wir bereits darüber berichtet, dass moderne Verschlüsselung kaum durch zu knacken ist, selbst wenn man sich „in der Mitte“ in die Leitung hängt. „Man in the middle“ heißt das in Kryptographen-Sprech. Allerdings will man von Staatsseite durchaus mitlesen, wenn Straftaten geplant werden. Da WhatsApp und Co. inzwischen verschlüsselt kommunizieren, will, oder besser muss man neue Wege gehen.


Erst kürzlich wurde das „Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens“ erlassen. Was sperrig klingt, hat aber auch ein ganz einfaches Schlagwort: Staatstrojaner. Die Idee dahinter ist, nicht mehr zu versuchen, bildlich eine große Antenne in den Himmel zu halten, sondern anzugreifen, wo noch keine Verschlüsselung existiert, nämlich auf dem Kommunikationsgerät des vermeintlichen Straftäters.
In der Strafprozessordnung wurde unter anderen dies ergänzt:


"Die Überwachung und Aufzeichnung der Telekommunikation darf auch in der Weise erfolgen, dass mit technischen Mitteln in von dem Betroffenen genutzte informationstechnische Systeme eingegriffen wird, wenn dies notwendig ist, um die Überwachung und Aufzeichnung insbesondere in unverschlüsselter Form zu ermöglichen.
Auf dem informationstechnischen System des Betroffenen gespeicherte Inhalte und Umstände der Kommunikation dürfen überwacht und aufgezeichnet werden, wenn sie auch während des laufenden Übertragungsvorgangs im öffentlichen Telekommunikationsnetz in verschlüsselter Form hätten überwacht und aufgezeichnet werden können.
Die Software soll also eingehende und ausgehende Nachrichten unverschlüsselt an die Strafverfolgungsbehörden weiterleiten können, aber andere Eingaben, Chats usw., die nichts mit der eigentlichen Überwachung zu tun haben, ignorieren. Es reicht eine richterliche Anordnung."


Wie das genau möglich sein soll und wie man verhindern will, dass plötzlich unbescholtene Bürger mitüberwacht werden, darüber scheint man sich selbst noch ziemlich unsicher.
Der Trojaner muss dem Handy installiert werden. Dies soll „nur auf technischem Wege oder mittels kriminalistischer List“ geschehen. Heißt bestenfalls also, ebenso wie der 0815-Virus von der nächst besten Erwachsenen-Seite, der zu klicken eines Links aufruft oder als Anhang einer Mail daherkommt. Wie die List dann aussehen könnte, unklar.
Es wäre nun naiv anzunehmen, dass gerade Terroristen, die im Netz dem Staat oft meilenweit vorauseilen, so dumm sind auf einen infizierten Link zu klicken. Vielmehr ist anzunehmen, dass der Otto-Normal-Benutzer plötzlich mit einem infizierten Smartphone herumläuft.


Was kann ich also tun, um mich zu schützen?

  1. Klicken sie nicht unbedacht Links an.
  2. Installieren Sie keine Apps, die ihnen unbekannt sind und die nicht aus dem Appstore oder Google Play stammen.
  3. Installieren Sie eine gängige Antiviren-Apps. Da der so genannte Staatstrojaner nichts anderes als eine Art Virus ist, wird er auch bald von dieser Software erkannt werden. Die meist ausländischen Hersteller dürften sich hier wenig um deutsche Befindlichkeiten kümmern.
  4. Setzen Sie ihr Handy im Zweifel in den Urzustand zurück. Meist heißt dieser Punkt einfach „Zurücksetzen“.
  5. Nutzen Sie alternative Messenger wie etwa Threema.

 

Im Zweifel hilft - wie immer - ein Gang zum Profi! Wir helfen gerne!

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